In ihren künstlerischen Arbeiten beschäftigt sich Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) mit dem Teilen von Ressourcen und dem Sammeln von Beziehungen und Wissen.
Für den Herbst 2027 plant Antje Pfundtner in Gesellschaft ein Stück auf Kampnagel Hamburg zum Thema Altern und startet jetzt mit einer einjährigen Forschung zur Frage: Wie geht’s Dir mit dem Älter-Werden?
Es ist eine alterslose Frage, die auf jeden Menschen zutrifft, wenn es darum geht, die eigenen Lebensbedingungen zu reflektieren: Wo stehe ich körperlich, emotional, sozial, wirtschaftlich, politisch? Wie viel Vergangenheit habe ich hinter und wie viel Zukunft vor mir? Welche Handlungsschlüsse ziehe ich daraus?
Für Antje Pfundtner in Gesellschaft ist Altern eine kulturpolitische und soziologische Metapher für den wohl kollektivsten Transformationsvorgang von Gesellschaft. Denn wir altern gemeinsam und jederzeit – nur nicht alle unter den gleichen Bedingungen. Wer verliert dabei welche Ressource und wer gewinnt welche dazu? Welche Ressource birgt der Mensch, der kein materielles oder monetäres Kapital im Gepäck hat? Wie lassen sich wiederum Ressourcen jenseits neoliberaler Relevanzlogiken teilen? Wer braucht wen – und wofür?
Kurzum: „Komm Du mal in mein Alter!“ ist a) eine intergenerationelle und somit mehrperspektivische Recherche über das Recht auf Altern und b) eine wortwörtliche Aufforderung, sich gegenseitig in sein jeweiliges Alter einzuladen, sich auszutauschen, zu stützen, zu ermutigen, und zu verstehen.
Die Recherche startet im Sommer 2026 mit jungen Menschen aus der Stadt:
Wir treffen uns mit Schulklassen verschiedener Altersgruppen, die an der Schwelle zum sogenannten Erwachsen-Werden stehen:
Wie nehmen sie ihre Möglichkeiten für die Zukunft wahr? Wie erfassen sie die Jahre, die sie noch vor sich haben – quantitativ wie qualitativ? Wo verorten sie das Altern auf ihrer Lebenslinie, bzw. wann beginnt für sie Altern? Welche Schnittstelle haben junge Menschen und alte Menschen, wenn es darum geht, dass beide Generationen noch nicht oder nicht mehr Teil der Arbeitsgesellschaft sind? Und wie teilen sie ihre Sehnsucht nach dem jungen oder dem alten Alter?
Nach den Sommerferien setzen wir die Recherche mit weiteren Jugendlichen fort und am 26. September schließlich veranstalten Antje Pfundtner in Gesellschaft und die Jugendlichen aus der Recherchegruppe gemeinsam eine öffentliche Tischgesellschaft am Jungen SchauSpielHaus Hamburg:
„Komm Du mal in mein Alter!“
Eine Tischgesellschaft von Antje Pfundtner in Gesellschaft in Kooperation mit Jugendlichen
Samstag, 26.09.2026, 13:30-17:00 Uhr
Junges SchauSpielHaus Hamburg, Foyer Wiesendamm
Die Tischgesellschaften von Antje Pfundtner und Anne Kersting sind eine Dialogplattform zur Verstetigung von Wissensaustausch.
Anlässlich ihrer neuen Bühnenproduktion auf Kampnagel Hamburg in 2027 möchten sie sich mit Jugendlichen zu folgenden Fragen austauschen: Wie geht’s Dir mit dem Älter-Werden? Wann beginnt Altern? Wie nimmst Du deine Zukunft in diesen unsicheren Zeiten wahr? Und wo sind die alterslosen Schnittmengen im intergenerationellen Dialog?
In Gesprächen und Bewegung erforschen sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Lebensphasen und laden dazu ein, das generationenübergreifende Phänomen des Alterns gemeinsam zu betrachten.
Anmeldung und mehr Infos hier.
Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien im Rahmen von Shared Leadership in Dance (SLiD). SLiD ist ein Commitment zur Kollaboration sowie zur Teilung von Wissen, Ressourcen und Arbeit im Tanz, initiiert von den drei Choreograf*innen Jenny Beyer, Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG), Ursina Tossi und ihren Teams.
Foto: Anja Beutler

