Über Antje Pfundtner in Gesellschaft

A wie Auftritt, Aus der Reihe tanzen & Allianzen
P wie Pakt, Praktizieren & Publikum
i wie Initiative, In Deckung & Immerzu
G wie Generalprobe, Geben & Gegenübersitzen

A wie Antje
P wie Pfundtner
i wie in
G wie Gesellschaft

„Antje Pfundtner in Gesellschaft“ (APiG) hat ihren Sitz in Hamburg, produziert Bühnenstücke und initiiert kollaborative Räume.
Für die Gründung ihrer Gesellschaft erhielt Antje Pfundtner 2012/2013 als erste Choreografin die Konzeptionsförderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

APiG besteht aus einem festen Kernteam: Anne Kersting (Dramaturgin)/ Michael Lentner (Lichtgestaltung und technischer Leiter)/ Jana Lüthje (Distribution und Company Development)/ Yvonne Marcour (Ausstatterin und Kostümbildnerin)/ Hannah Melder (Produktionsmanagerin, PR und Marketing)/ Juliana Oliveira (künstlerische Assistentin und Performerin)/ Irene Pätzug (bildende Künstlerin)/ Antje Pfundtner (Choreografin, Tänzerin und künstlerische Leiterin) und Nikolaus Woernle (Komponist und Sounddesigner). Wechselnde Gäste und Kolleg*innen von Antje Pfundtner in Gesellschaft sind u.a.: Jenny Beyer, Verena Brakonier, Dani Brown, Silke Hundertmark, Sven Kacirek, Barbara Lubich, Trinidad Martínez, Matthew Rogers, Anna Till.

Neben ihren Bühnenkooperationen mit Kampnagel Hamburg, K3 – Zentrum für Choreographie, FFT Düsseldorf, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und Künstlerhaus Mousonturm entwickelt Antje Pfundtner in Gesellschaft Formate künstlerischen Teilens: Aktuell initiiert sie die TISCHGESELLSCHAFTEN, eine Versammlungsinitiative zur Vernetzung, Ressourcenteilung und Verstetigung von Wissensaustausch.

Rund um die Fragen „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“ dienen die TISCHGESELLSCHAFTEN dem regelmäßigen Austausch mit anderen Kunstschaffenden, sowie der Erforschung der eigenen Arbeitsbedingungen:

„Von einer regelmäßigen Zusammenkunft zum Austausch künstlerischer und struktureller Ideen zu Praktiken des Teilens erhoffen wir uns eine nachhaltige Selbstermächtigung der Szene – sowohl durch die Entwicklung konkreter neuer Ansätze für die projektübergreifende Finanzierung der Tanzkunst als auch durch die Bündelung von Energien und Ressourcen.“ Antje Pfundtner in Gesellschaft

Die auf drei Jahre angelegte Dialog-Plattform wird durch die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund ermöglicht und findet in regelmäßigen Abständen in unterschiedlichen Konstellationen und an verschiedenen Orten statt.

Team

Anne Kersting Dramaturgin

Dramaturgin. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2010.

Als Kuratorin war sie von 2007 bis 2011 für das Tanz- und Live Art-Programm auf Kampnagel in Hamburg zuständig. Gemeinsam mit Jochen Roller konzipierte sie das 2009 ins Leben gerufene europäische „Live Art Festival“ und kuratierte dessen drei ersten Hamburger Ausgaben. 2009 war sie Projektkoordinatorin für den Tanzkongress Deutschland.

Von 2014 bis 2017 übernahm sie die künstlerische Leitung der Tanz- & Performance-Sparte am Theater Freiburg und erarbeitete mehrere interdisziplinäre Projekte am Theater, im öffentlichen Raum und im Museum für Moderne Kunst u.a. mit Antonia Baehr | Josep Caballero García | Phil Collins | LIGNA | Ivana Müller | Mickaël Phelippeau | plan b | Jochen Roller | David Weber-Krebs | WLDN/ Joanne Leighton | Mia Habib | Sebastian Matthias | Gisèle Vienne.

Neben ihren Tätigkeiten als Dozentin (FU Berlin | Theaterakademie Hamburg), Mentorin (K3 – Zentrum für Choreographie Hamburg, Dampfzentrale Bern) und Jurorin (NPN | K3 – Zentrum für Choreographie Hamburg) arbeitet Anne Kersting als Dramaturgin u.a. mit den Choreograph*innen Antje Pfundtner, Jenny Beyer, Josep Caballero García, Mickaël Phelippeau & Alban Richard.

Michael Lentner Lichtgestaltung und technischer Leiter

Lichtgestaltung und technischer Leiter. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2008.

Michael Lentner ist Meister für Veranstaltungstechnik, Fachrichtung Beleuchtung, und arbeitet seit 2000 auf Kampnagel Hamburg.

Er entwickelt Lichtkonzepte für verschiedene Tanz-, Performance- und Theatergruppen; neben Antje Pfundtner in Gesellschaft unter anderem für She She Pop, Johanna Wokalek und norton.commander.productions.

Jana Lüthje Distribution und Company Development

Distribution und Company Development. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2019.

Studium Kultur- und Medienmanagement (Hochschule für Musik und Theater Hamburg), Kuratieren in den Szenischen Künsten (Uni Salzburg und LMU München) sowie Amerikanistik, Hispanistik und Lateinamerikastudien (Universität Hamburg und Smith College, USA).

Sie ist als künstlerische Projektleitung für das Thalia Theater (Produktion „Hereroland“ – TURN-Fonds Kulturstiftung des Bundes; Theater der Welt 2017) tätig. 2017/18 war sie Co-Leitung des Tanzbüro Berlin, nach Ausübung anderer Funktionen beim Tanzbüro seit 2011.

Unter dem Label M.i.C.A. – Movement in Contemporary Art arbeitet sie seit 2006 als Produktionsleitung & Presse-Öffentlichkeitsarbeit mit Künstler*innen und Institutionen – u.a. für die Tanzfabrik Berlin/ EU-Projekt apap – advancing performing arts project, WILHELM GROENER, Paula Rosolen/ Haptic Hide und Milla Koistinen sowie für das Präsentationsformat der freien darstellenden Künste Berlin Diagonale.

Sie leitete die Beratungsstelle des Performing Arts Programm Berlin, arbeitete für Tanz im August – HAU Hebbel am Ufer, als Dramaturgie-Assistentin für das Performing Arts Festival IN TRANSIT 2008 mit André Lepecki und Silke Bake und für das K3 – Zentrum für Choreographie. Kuration der Ausstellungsreihe „Kunst am Ende des Milleniums“ am Centro Nacional de las Artes in México D.F.

Yvonne Marcour Ausstatterin und Kostümbildnerin

Ausstatterin und Kostümbildnerin. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2006.

Sie absolvierte 2002 ihren Abschluss als Diplom-Kostümdesignerin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Neben ihrer Arbeit im Team von Antje Pfundtner in Gesellschaft war und ist sie an Projekten am Theater Magdeburg und am Theater Braunschweig beteiligt. Regelmäßig arbeitet sie an Hamburger Häusern wie dem Ohnsorg-Theater, den Kammerspielen, dem Altonaer Theater, Kampnagel und dem Lichthof Theater.

Als Bühnen- und Kostümbildnerin arbeitete sie unter anderem für Inszenierungen von Ingo Putz, Gero Vierhuff, Michael Uhl, Wilfried Dziallas, Konstantin Moret, Henning Bock, Franz-Josef Dieken und Eva Hosemann (in Zusammenarbeit mit Sabine Kohlstedt).

Außerdem hat sie diverse Kurz-und Werbefilme ausgestattet und war an den Ausstellungen „Sexarbeit“ und „Werbewelten“ des Museums der Arbeit in Hamburg und Bern künstlerisch beteiligt. Mehrere Jahre leitete sie das Projekt ,,Freies Atelier“ für Kinder. Nebenbei ist sie an Projekten im Bereich Styling, Theaterplastik, Maskenbau, Kostüm- und Requisitenbau und Drucktechnik beteiligt.

Hannah Melder Produktionsmanagerin, PR und Marketing

Produktionsmanagerin, PR und Marketing. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2015.

Sie studierte Kulturwissenschaften in Frankfurt an der Oder, Sofia und Nizza. Ihr Studium schloss sie 2010 mit einem deutsch-französischen Master in Medien-Kommunikation-Kultur ab.

Als Projektmanagerin für Kunst und Kultur arbeitet sie seit 2010 bei JOINT ADVENTURES – Walter Heun in München. Bis 2015 war sie in Vollzeit verantwortlich für die Programmplanung und -durchführung des jährlichen Festivals für Tanz und Performance TANZWERKSTATT EUROPA (Workshops, Performances, Symposium) sowie Teile der internationalen Gastspielsaison ACCESS TO DANCE. Daneben administrierte sie die Förderstrukturen für Gastspiele (Tanz und Theater) und Koproduktionen (Tanz) des NATIONALEN PERFORMANCE NETZ sowie den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz e.V.. Seit 2016 administriert sie in Teilzeit die Förderstruktur für Gastspiele im Bereich Theater des NATIONALEN PERFORMANCE NETZ.

Freiberuflich arbeitet(e) sie seit 2015 als Produktionsleitung für verschiedene Künstler*innen. Neben Antje Pfundtner in Gesellschaft u.a. für die (Münchner) Choreograf*innen Stefan Dreher, Sabine Glenz, Stephan Herwig, Anna Konjetzky, Moritz Ostruschnjak und Johanna Richter.

Juliana Oliveira Künstlerische Assistentin und Performerin

Künstlerische Assistentin und Performerin. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2014.

Geboren in Portugal, arbeitet sie seit 2008 als freischaffende Performance- und Theatermacherin in Hamburg.

Seit ihrem Master in Performance Studies an der Universität Hamburg in 2012 produziert sie ihre eigenen Arbeiten in unterschiedlichen Institutionen und Off-Spaces in Kooperation mit diversen Künstler*innen aus Darstellender Kunst, Bildender Kunst und Musik. Ihr Solo „Ruins“ eröffnete 2018 das Festival HAUPTSACHE FREI und aktuell tourt sie in Konzert-Räumen ihre Arbeit „FrontMan“.

Mit Greta Granderath eröffnete sie 2017 „Die Palette“ – ein einmonatiges, performatives Kneipenprojekt frei nach Hubert Fichtes gleichnamigem Roman (Jupi Bar, Gängeviertel). „ISO 400“, basierend auf ihrer seit 2016 fortlaufenden Performance-Serie o.T., ist ihre neueste gemeinsame Arbeit und hatte 2020 im Lichthof Theater Premiere. Sie kollaboriert als Dramaturgin u.a. mit Nora Elberfeld und Teresa Hoffman und als Performerin mit Barbara Schmidt-Rohr. Seit 2012 ist sie Mitglied der Probebühne im Gängeviertel e.V. und seit 2017 sendet sie zusammen mit Heike Bröckerhoff jeden Monat das Plateau Magazin auf Radio FSK.

Irene Pätzug Bildende Künstlerin

Bildende Künstlerin. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2016.

Geboren in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

2012 gründete sie mit Valentin Hertweck das Künstlerduo Pätzug/ Hertweck, welches sich mittels großformatiger performativer Installationen, unter Verwendung kinetischer Elemente, mit dem Medium Raum auseinandersetzt und dabei oft an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst, Tanz und Theater agiert.

Seit 2016 entwirft sie Bühnenräume und Objekte für die Stücke von Antje Pfundtner in Gesellschaft.

Pätzugs Arbeiten waren auf Ausstellungen und Festivals in Institutionen der bildenden und darstellende Künste zu sehen, wie z.B. im Zentraltheater Leipzig, im Ballhaus Ost Berlin, in der Städtischen Galerie für Gegenwartskunst Dresden, in der Mongolian National Modern Art Gallery Ulaanbaatar, in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, in der Friche la Belle de Mai, Marseille, im DA Kunsthaus Gravenhorst, bei der Skulpturen Triennale Bingen, im Centre of Contemporary Art Torun, bei springhouse Dresden und im Macedonian Museum of Contemporary Art bei der 7. Thessaloniki Biennale.

Antje Pfundtner Choreografin, Tänzerin und künstlerische Leiterin

Lebt und arbeitet seit 2001 als Choreografin in Hamburg.

Neben ihren selbst getanzten und weltweit gezeigten Soli „eigenSinn“ (TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2004) und „TIM ACY“ (TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2012) sind zahlreiche Gruppen- und Kooperationsprojekte entstanden, u.a. „selbstinschuld“ (2005), Outlanders“ (2006), „inDeckung“ (2007), „RES(E)T“ (2008), „VERTANZT“ (2011), das TANZFONDS ERBE Projekt „NUSSKNACKER“ (2012), „Dating my memory“ (2013) – eine Arbeit für das Staatstheater Braunschweig, „Tanz unter freiem Himmel“ (2013, Kamerun), das Format „ARCHIV DER AUFFÜHRUNGEN“ (2014), das sie zusammen mit der Dramaturgin Anne Kersting entwickelte und „Aus der Reihe tanzen“ (2015).

Mit ihrem Solo „nimmer & nimmermehr“ (2014/2015) – ihrem ersten Tanzstück für Kinder und Erwachsene, das auf der TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2016 gezeigt wurde – tourt Antje Pfundtner international. Seitdem entwickelte sie zwei weitere Kinder- und Jugendstücke: „Für mich“ (2018), im Rahmen des Projekts explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum, am K3 – Zentrum für Choreographie sowie „Ich bin nicht du“ (2019), eine Auftragsarbeit für das Junge Theater Bremen (Moks).

Für die Spielzeiten 2015-2019 hat Antje Pfundtner in Gesellschaft erneut die Konzeptionsförderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg erhalten und widmete sich in einer Trilogie dem Thema „Melancholie“. Das erste Stück der Trilogie, „ENDE“, wurde im Dezember 2016 auf Kampnagel Hamburg uraufgeführt. Es folgte „Alles auf Anfang“ (2018) sowie die performative Videoinstallation „Letzte Schritte“ (2019), zusammen mit der Filmemacherin Barbara Lubich. Die Trilogie endete im Oktober 2019 auf Kampnagel Hamburg mit dem kollektiven Solo „Sitzen ist eine gute Idee“.

2016 erhielt Antje Pfundtner den George Tabori Preis, 2020 die Ehrung des Deutschen Tanzpreises für „herausragende Entwicklungen“.

Ihr Projekt „TEILGESELLSCHAFTEN“ (AT) wird von 2018-2021 durch die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund ermöglicht.

Nikolaus Woernle Komponist und Sounddesigner

Komponist und Sounddesigner. Arbeitet mit Antje Pfundtner in Gesellschaft seit 2016.

Er ist seit Anfang der 90er-Jahre im Bereich Filmton, Sounddesign und Musikproduktion tätig.

Durch seine musikalische Ausbildung in Klarinette, Gitarre und Klavier sowie Berufserfahrungen im Tonstudiobetrieb und am Filmset entwickelt er eine Arbeitsweise, die technische und künstlerische Fähigkeiten vereint.

2002-2013 Mitglied der Theater- und Performancegruppe norton.commander.productions., die 2010 den George Tabori Preis erhielt.
Seit 2005 diverse Installationen im Bereich Sound-Art sowie Bühnenauftritte bei spartenübergreifenden Performances.

Seine Kompositionen sind auf Bühnen in ganz Deutschland zu hören (u.a. HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Staatstheater Wiesbaden, Schauspielhaus Braunschweig, FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg, Theater an der Parkaue).

www.nikolauswoernle.de

Fotos: Simone Scardovelli

Über Tischgesellschaften

WAS STECKT HINTER DEN TISCHGESELLSCHAFTEN?

Die dringlichen Fragen: „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“
Im Rahmen seiner TISCHGESELLSCHAFTEN möchte das Kernteam ANTJE PFUNDTNER IN GESELLSCHAFT (APiG) diesen Fragen nachgehen und lädt zu einem Dialog-Format ein, das der Ressourcenteilung mit anderen Kunstschaffenden sowie der Erforschung eigener Arbeitsbedingungen dienen soll.
Das dreijährige, sich in mehrere Episoden gliedernde Projekt TISCHGESELLSCHAFTEN wird durch die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund ermöglicht.

WER IST BEI DEN TISCHGESELLSCHAFTEN ZU GAST?

Es sind Kolleg*innen aus dem Tanz/ den Performing Arts, die Lust haben, Wissen untereinander auszutauschen und/ oder womöglich bereits eigene Sharing-Netzwerke organisieren. Wir freuen uns, mit Euch Themen, Erfahrungen, Beweggründe, Dringlichkeiten und Expertisen zu teilen. Dafür schon einmal vorab: danke!

ZU WELCHER PERSPEKTIVE LADEN WIR EUCH EIN?

Wir visionieren mit Euch gemeinsam, zu welchen Praktiken und Formaten des Teilens die TISCHGESELLSCHAFTEN in einigen Jahren geführt haben werden und suchen nach ersten Projekten und Initiativen, welche die TISCHGESELLSCHAFTEN jetzt schon initiieren könnten.

ERSTE SCHRITTE

Jenseits der Bühnenproduktionen beschäftigt sich APiG seit Jahren mit Formen der Gastgeberschaft und hat verschiedene Dialog-Formate mit Publikum, Theatern und kulturpolitischen Institutionen initiiert. Für einen gezielten kontinuierlichen Austausch mit Künstlerinnen der bundesweiten Tanzszene – zu Fragestellungen über Transparenz, Wissen-Teilen und Wissen-Weitergeben – fehlten allerdings bisher die Mittel. Wir möchten daher eine dialogische Plattform für Tanzschaffende und Performing Arts-Künstlerinnen aufbauen, um Praktiken des Teilens zu diskutieren.

Von einer regelmäßigen Zusammenkunft zum Austausch kreativer und struktureller Ideen zu „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“ erhoffen wir uns eine nachhaltige Selbstermächtigung der Szene – sowohl durch die Entwicklung konkreter neuer Ansätze für die projektübergreifende Finanzierung der Tanzkunst als auch durch die Bündelung von Energien und Ressourcen.

APiG macht den ersten Schritt und schlägt mögliche Themen für weitere TISCHGESELLSCHAFTEN vor:

„GETEILT DURCH“: Wie könnten alternative Arbeits- und Fördermodelle aussehen? Wie kann ein „Künstlerfonds“ entstehen, der den gegenseitigen Austausch langfristig sichert und der aus öffentlichen (Projekt-)Mitteln finanziert wird?

„FÜR WEN?“: Hier soll die Rolle der Zuschauerschaft in ihrem Beisein diskutiert werden. Wer sind unsere Zuschauer*innen? Und wie kann der Zuschauerblick in die künstlerische Arbeit zurückfließen?

„WIEDER DA“: Freie Tanzschaffende produzieren Stücke, die nur wenig gezeigt und in Ermangelung der Finanzierung meist nicht wiederaufgenommen werden können. Welchen Blick auf das künstlerische Werk würden Wiederaufnahmen ermöglichen? Was könnte die Arbeit am eigenen Archiv für das Publikum und die kommenden Generationen generieren? Diese TISCHGESELLSCHAFT zielt auf eine interdisziplinäre und kulturpolitische Diskussion über die Verantwortung im Umgang mit künstlerischen Ressourcen in den freien darstellenden Künsten.

Wir freuen uns auf das Sammeln weiterer Themen mit Euch!

WER SIND DIE ANSPRECHPARTNERINNEN?

Antje Pfundtner (Künstlerische Leiterin bei APiG)
Anne Kersting (Dramaturgin und Kuratorin bei APiG)
Hannah Melder (Produktionsmanagerin, PR und Marketing bei APiG)
Jana Lüthje (Distribution und Company Development bei APiG)

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.

Über Antje Pfundtner

Antje Pfundtner erhielt ihre Ausbildung an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten im Bereich Moderne Theaterdans. Als Tänzerin arbeitete sie u.a. mit Michèle Anne de Mey, Marcelo Evelin, Tony Vezich und David Hernandez. Verschiedene Stipendien – u.a. das danceWEB-Stipendium – führten sie nach New York und Wien.

Seit 2001 lebt und arbeitet Antje Pfundtner als Choreografin in Hamburg. Neben ihren selbst getanzten und weltweit gezeigten Soli „eigenSinn“ (TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2004), „TIM ACY“ (TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2012) und „nimmer“, ihrem ersten Stück für Kinder (und Erwachsene) (TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND 2016), sind zahlreiche Gruppen- und Kooperationsprojekte entstanden: „selbstinschuld“ (2005), „Outlanders“ (2006), eine Kooperationsarbeit mit der chinesischen Choreografin Wen Hui des Living Dance Studio Peking, „inDeckung“ (2007), „RES(E)T“ (2008), „VERTANZT“ (2011), das TANZFONDS ERBE Projekt „NUSSKNACKER“ (2012) sowie „Dating my memory“ (2013 Staatstheater Braunschweig), „Tanz unter freiem Himmel“ (2013 Kamerun), ein Kooperationsprojekt mit den Choreografen Gladys Tchuimo und André Takou Saa, „Aus der Reihe tanzen“ (2015) und „Für mich“ (2018), ihr zweites Stück für Kinder (und Erwachsene) im Rahmen des Projekts explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum, am K3 – Zentrum für Choreographie. Am 25. Mai 2019 kam ihr nächstes Kinderstück – eine Auftragsarbeit für das Junge Theater Bremen – „Ich bin nicht du“ zur Uraufführung. Das Solo „Platz nehmen“ ist ihr Beitrag für das Monologfestival Berlin und wurde dort im November 2019 gezeigt.

Für die Gründung ihrer Gesellschaft „Antje Pfundtner in Gesellschaft“ (APiG) erhielt Antje Pfundtner 2012/2013 als erste Choreografin die Konzeptionsförderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Für die Spielzeiten 2015-2019 erhielt APiG erneut die Konzeptionsförderung, im Rahmen deren sie eine Trilogie rund um das Thema Vergänglichkeit und die Gesetze von Zeitlichkeit erarbeitete. Das erste Stück der Trilogie, „ENDE“, wurde im Dezember 2016 auf Kampnagel Hamburg uraufgeführt. Es folgte „Alles auf Anfang“ im Februar 2018, ebenfalls auf Kampnagel Hamburg. Im Oktober 2019 endete die Trilogie mit dem letzten Teil „Sitzen ist eine gute Idee“.

Im Januar 2019 wurde die (performative) Videoinstallation „Letzte Schritte“, die APiG zusammen mit der Filmemacherin Barbara Lubich konzipiert hat, ebenso auf Kampnagel Hamburg uraufgeführt. Diese Arbeit entstand während der Recherche zu dem Stück „ENDE“.

2012 und 2014 entwickelte Antje Pfundtner, u.a. zusammen mit der Dramaturgin Anne Kersting, künstlerische Formate des Wissensaustauschs: 2012 veranstaltete APiG die „TAUSCHBÖRSE DER ERINNERUNGEN“ und war 2014 mit dem „ARCHIV DER AUFFÜHRUNGEN“ Mitgastgeberin der TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND.

Neben verschiedenen Auftragsarbeiten und Kollaborationen gibt Antje Pfundtner international Workshops. Auf Einladung von Linz09 hat sie an dem europäisch wohl größten Schulprojekt „I LIKE TO MOVE IT MOVE IT“ teilgenommen. Antje Pfundtner war Trägerin des Patenschaftsfonds der Kunststiftung NRW, wurde 2012 für das Netzwerk Modul-dance ausgewählt und 2014 für den George Tabori Förderpreis nominiert. 2016 erhielt sie den George Tabori Hauptpreis, 2020 die Ehrung des Deutschen Tanzpreises für „herausragende Entwicklungen“.

Für ihr Projekt „TEILGESELLSCHAFTEN“ (AT) erhält APiG von 2018-2021 die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund!