TISCHGESELLSCHAFTEN

Antje Pfundtner in Gesellschaft erhält für ihr Projekt „TISCHGESELLSCHAFTEN“ von 2018-2021 die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund!

Neben ihren Bühnenkooperationen mit Kampnagel Hamburg, K3 – Zentrum für Choreographie, FFT Düsseldorf, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und Künstlerhaus Mousonturm entwickelt Antje Pfundtner in Gesellschaft Formate künstlerischen Teilens: Aktuell initiiert sie die TISCHGESELLSCHAFTEN, eine Versammlungsinitiative zur Vernetzung, Ressourcenteilung und Verstetigung von Wissensaustausch.

Rund um die Fragen „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“ dienen die TISCHGESELLSCHAFTEN dem regelmäßigen Austausch mit anderen Kunstschaffenden, sowie der Erforschung der eigenen Arbeitsbedingungen:

„Von einer regelmäßigen Zusammenkunft zum Austausch künstlerischer und struktureller Ideen zu Praktiken des Teilens erhoffen wir uns eine nachhaltige Selbstermächtigung der Szene – sowohl durch die Entwicklung konkreter neuer Ansätze für die projektübergreifende Finanzierung der Tanzkunst als auch durch die Bündelung von Energien und Ressourcen.“ Antje Pfundtner in Gesellschaft

Die auf drei Jahre angelegte Dialog-Plattform wird durch die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund ermöglicht und findet in regelmäßigen Abständen in unterschiedlichen Konstellationen und an verschiedenen Orten statt.

WAS STECKT HINTER DEN TISCHGESELLSCHAFTEN?

Die dringlichen Fragen: „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“
Im Rahmen seiner TISCHGESELLSCHAFTEN möchte das Kernteam ANTJE PFUNDTNER IN GESELLSCHAFT (APiG) diesen Fragen nachgehen und lädt zu einem Dialog-Format ein, das der Ressourcenteilung mit anderen Kunstschaffenden sowie der Erforschung eigener Arbeitsbedingungen dienen soll.
Das dreijährige, sich in mehrere Episoden gliedernde Projekt TISCHGESELLSCHAFTEN wird durch die Förderung TANZPAKT Stadt-Land-Bund ermöglicht.

WER IST BEI DEN TISCHGESELLSCHAFTEN ZU GAST?

Es sind Kolleg*innen aus dem Tanz/ den Performing Arts, die Lust haben, Wissen untereinander auszutauschen und/ oder womöglich bereits eigene Sharing-Netzwerke organisieren. Wir freuen uns, mit Euch Themen, Erfahrungen, Beweggründe, Dringlichkeiten und Expertisen zu teilen. Dafür schon einmal vorab: danke!

ZU WELCHER PERSPEKTIVE LADEN WIR EUCH EIN?

Wir visionieren mit Euch gemeinsam, zu welchen Praktiken und Formaten des Teilens die TISCHGESELLSCHAFTEN in einigen Jahren geführt haben werden und suchen nach ersten Projekten und Initiativen, welche die TISCHGESELLSCHAFTEN jetzt schon initiieren könnten.

ERSTE SCHRITTE

Jenseits der Bühnenproduktionen beschäftigt sich APiG seit Jahren mit Formen der Gastgeberschaft und hat verschiedene Dialog-Formate mit Publikum, Theatern und kulturpolitischen Institutionen initiiert. Für einen gezielten kontinuierlichen Austausch mit Künstlerinnen der bundesweiten Tanzszene – zu Fragestellungen über Transparenz, Wissen-Teilen und Wissen-Weitergeben – fehlten allerdings bisher die Mittel. Wir möchten daher eine dialogische Plattform für Tanzschaffende und Performing Arts-Künstlerinnen aufbauen, um Praktiken des Teilens zu diskutieren.

Von einer regelmäßigen Zusammenkunft zum Austausch kreativer und struktureller Ideen zu „Wie teilt man Ideen? Wie teilt man Geld?“ erhoffen wir uns eine nachhaltige Selbstermächtigung der Szene – sowohl durch die Entwicklung konkreter neuer Ansätze für die projektübergreifende Finanzierung der Tanzkunst als auch durch die Bündelung von Energien und Ressourcen.

APiG macht den ersten Schritt und schlägt mögliche Themen für weitere TISCHGESELLSCHAFTEN vor:

„GETEILT DURCH“: Wie könnten alternative Arbeits- und Fördermodelle aussehen? Wie kann ein „Künstlerfonds“ entstehen, der den gegenseitigen Austausch langfristig sichert und der aus öffentlichen (Projekt-)Mitteln finanziert wird?

„FÜR WEN?“: Hier soll die Rolle der Zuschauerschaft in ihrem Beisein diskutiert werden. Wer sind unsere Zuschauer*innen? Und wie kann der Zuschauerblick in die künstlerische Arbeit zurückfließen?

„WIEDER DA“: Freie Tanzschaffende produzieren Stücke, die nur wenig gezeigt und in Ermangelung der Finanzierung meist nicht wiederaufgenommen werden können. Welchen Blick auf das künstlerische Werk würden Wiederaufnahmen ermöglichen? Was könnte die Arbeit am eigenen Archiv für das Publikum und die kommenden Generationen generieren? Diese TISCHGESELLSCHAFT zielt auf eine interdisziplinäre und kulturpolitische Diskussion über die Verantwortung im Umgang mit künstlerischen Ressourcen in den freien darstellenden Künsten.

Wir freuen uns auf das Sammeln weiterer Themen mit Euch!

WER SIND DIE ANSPRECHPARTNERINNEN?

Antje Pfundtner (Künstlerische Leiterin bei APiG)
Anne Kersting (Dramaturgin und Kuratorin bei APiG)
Hannah Melder (Produktionsmanagerin, PR und Marketing bei APiG)
Jana Lüthje (Distribution und Company Development bei APiG)

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.

Fotos

Fotos: Barbara Lubich
Location: Kabinett im Zentralwerk Dresden
Setting: Projekt „Mitten in der Stadt/ Right within the city“
(http://www.zentralwerk.de/wordpress/projekte/right-within-the-city-mitten-in-der-stadt/)

Schwarzweiß-Foto: Juliana Oliveira